Gespräche

Die zwei entscheidenden Fragen an Eva Padberg

Überall im Internet, in jedem Magazin und allen Zeitungen. Es bestand in den letzten Wochen kaum eine Möglichkeit, irgendwo herumzuklicken oder -blättern, ohne auf dieses weibliche Harlekingesicht auf jenem Cover zu treffen: Links, die Haare streng zurück und dunkel geschminkte Augen. Rechts, leicht zerzauste Haare mit natürlichem Look. Eva Padberg (31) ist nicht mehr nur Top-Model, Berliner Djane und Fernsehmoderatorin („Das perfekte Model“ im Frühling 2012), sondern jetzt eben auch noch Autorin.

Nurkan Erpulat wagt sich an "Das Schloss"

Ohne mit der Wimper zu zucken würde ich Nurkan Erpulat als Theaterregisseur und Autor der Stunde bezeichnen: Mit seiner Inszenierung „Verrücktes Blut“ im Ballhaus Naunynstraße  wurde er zum Theatertreffen eingeladen, er erhielt den Publikumspreis in Mülheim und wurde Nachwuchsregisseur des Jahres. Letzte Woche fand mit Kafkas Romanfragment „Das Schloss“ seine nächste Premiere in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin statt. Dieses Mal ist es nicht das, was viele "post-migrantisches" Theater nennen. Jedenfalls nicht unbedingt. Wieso, erklärt Nurkan Erpulat selbst.

Trickski

Die neue Langsamkeit hat viele Facetten: Sei es der ausgebremste und von großer Leere geprägte Sound eines James Blake oder auch der Slowhouse, welcher sich in den letzten Monaten behände auf den TAnzflur geschlichen hat. Runtergeschraubte Vocaltunes, endlose Edits, ganz bewusst low und slow gehalten. Eben jenem Slowhouse haben sich auch Yannick Labbé und Daniel Becker verschrieen. Auf ihrem Debüt „Unreality“, welches gerade über Suol erschienen ist, finden sich ausgebremste, aber keinesfalls lahme Tunes. Warm, groovend, zuckersüß und angenehm angeraut. Da muss man drüber sprechen, besonders, wenn es so gut klingt wie im Falle von Trickski. Seit ewigen Zeiten, genaugenommen zwei Jahren, mal wieder ein Gespräch auf Lachsauge. Mit Trickski.

The Gaslight Anthem. Interview with Benny Horowitz am 06.11.2010 in München. Ein Gespräch über Hunde und Hip Hop.

Der Anruf kommt am Mittag. Gespräch von 16:40 auf 14:45 vorverlegt. Schnell alles eingepackt und ab zur Tonhalle. Am Hintereingang steht der Nightliner. Brian redet mit dem Fahrer und raucht eine Zigarette. Hollie führt mich zu Benny, der mir einen Stuhl in einem kleinen Backstage-Raum anbietet. Wie geht’s dir? Wie war die Fahrt von Berlin? Ah, ihr schaut Euch am freien Tag Venedig an. Die Stimmung ist locker, Benny absolut sympathisch.
Von Matthias Schädl

Byte.fm: Blog & Roll - Alter Fisch im neuen Gewand

Lange Zeit stagnierte es hier. Im Hintergrund jedoch brodelte es. Zum einen haben wir für byte.fm ein Mixtape für die Sendereihe 'Blog&Roll' zusammengestellt, das heute Abend um 23 Uhr 'On Air' sein wird. Den Fragebogen und einen kleinen, aber feinen Artikel über uns gibt es hier.
 

The Knocks

Wenn man zusammenwohnt, kann man einfach nur zusammenwohnen - oder eben Musik machen. So wie Ben Ruttner und James Patterson. Die beiden teilen sich seit mittlerweile fünf Jahren eine Bude und machen als The Knocks ordentlich Remix-Welle - hüben wie drüben. Sowieso ist man Gutfreund mit den Großen des Indietronic-Zirkus, hat darüberhinaus aber noch ein paar mehr Geschichtchen auf der ToDo-Liste: das Album mit NY-Beau Samuel und die ersten eigenen Songs: "Blackout" ist schonmal ne geile Nummer, wie man in Majorkreisen sagen würde - nur mit dem Unterschied, dass sie das auch wirklich ist. Wir sprachen mit Mr JPatt und DJ B-Roc über ihre Remixe, den röhrenbehosten Spagat zwischen HipHop und elektronischer Musik und die neue New Yorker-Szene.

Benjamin Berry (Fear Of Tigers)

Indietronicacidravebloghypekids dürfte Benjamin Berry wohl durch seine Remixarbeiten für Yes Giantess und The Sound of Arrows schon ein Begriff sein. Kaum einer bringt aufgeblasenes Trancetammtamm und Happy Hardcore-Hymnen so seriös auf die Tanzfläche wie der Engländer. Der große Run auf sein Projekt Fear Of Tigers, welches sich in einem Kosmos zwischen straightem Buddhismus, aufgehübschtem Eurotanzgehabe und einer ausgeprägten Meerschweinchenaffintität bewegt, blieb bisher allerdings noch aus. Zeit für Lachsauge, Benjamin Berry auch hierzulande mal die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Was Benjamin außer dem Fakt, dass er in Japan aufgewachsen, als Kind mit seinem Eltern um die halbe Welt gereist ist, mittelschlechte House-Bömbchen auf seinem Amiga produzierte, sich danach als DJ auf einem Piratensender versuchte, irgendwann doch alles hinschmiss um Music Business Managment zu studieren und das mit der Musik aber irgendwie doch nie wirklich sein lassen konnte, zu erzählen hat? Lest selbst…

Sebastian Sieger (Party Smartie)

Man kann mit seiner freien Zeit viel anstellen. Zum Beispiel nichts tun. Man kann sich aber auch den Arsch aufreißen. So wie Sebastian Sieger. Der 20-jährige hegte schon lange eine Vorliebe für exklusive Prints auf gutgeschnittener Baumwolle aus Übersee und beschloss kurzerhand, selbst ein Label zu gründen. Das Ergebniss ist Party Smartie. Die Shirts werden mittlerweile von den Rappern Casper und Prinz Pi genauso getragen wie von aufstrebenden Hardcore-Bands wie Elude the End und The Haverbrook Desaster . Zuletzt sportete sogar Grime-Göhre Lady Sovereign eines der Shirts in der britischen Big Brother-Ausgabe. Wir haben mit Sebastian, übrigens der rechte Bursche im Bild, über sein kleines aber feines Label Party Smartie gesprochen.

Andrew Lindsay (Fenech-Soler)

Schon im vergangenen Frühjahr hatten die Trendmauscheler Fenech-Soler auf ihrer Schauliste für Nullzehn. Mit einer so starken Single wie "Lies" und Remixen von Topkatzen wie Alan Braxe, war der Drops eigentlich schon so gut wie gelutscht. Als sich dann Anfang des Jahres zu dem kleinen aber feinen Internethype noch die Collabo mit den Discodudes von Groove Armada für deren Auskopplung "Paper Romance" gesellte, war sowieso alles klar. Warum nicht noch so eine starke Single wie "Stop And Stare" inklusive der üblichen Reworksause nachlegen, um im August dann mit dem Debütalbum alles abzureißen? Jan sprach mit Drummer Andrew Lindsay über die Anfänge der Band, hilfreiche Kategorisierungen von findigen Musikjournalisten und das anstehende Album.

Joey Sulkowski (Yes Giantess)

Brainstorming Yes Giantess: Ladungen an Brachialsynthies, eine energetische Frontsänger-Kopfstimme, nahe der des jungen Michael Jackson, und vor allem einen unverkennbaren Spaß an der Sache. Spaß, welcher ironiefreie Griffe in die Zitatkiste zwischen Mariah Carey, Kylie Minogue und Journey erlaubt und amerikanische Popmusik hervorbringt, die auch im sonst eher US-Pop-kritisch eingestellten Musikeuropa für Begeisterung sorgt. Wir sprachen mit Drummer Joey Sulkowski von Yes Giantess über musikalische Einflüsse, Remixarbeiten von Asher Roth bis hin zu Miley Cyrus und die ewigen Passion Pit-Vergleiche.