Das sagt DBC Pierre

"Dirty But Clean" heißt das Buchstabenkürzel in seinem Namen. Klingt vielversprechend, nach Skandalautor. Und das ist er auch. DBC Pierre kommt nach Berlin, wenn die Berliner Festspiele das Buch feiern. Beim "internationalen literaturfestival berlin" („ilb“, 7.-17.9.) präsentieren 140 Autoren in der Hauptstadt mit Lesungen, Vorträgen, Diskussionen ihre neuen Bücher.

Im Haus der Berliner Festspiele  treffen lyrische Neuentdeckungen auf die größten amerikanischen Shortstory-Schreiber. Die literarischen Schmuckstücke: Tahar Ben Jelloun aus Marokko (7.9.), Kathy Reichs (15.9.) mit ihrem neuen Krimi und Finn-Ole Heinrich mit seinem ersten Kinderbuch (15.9.). Der australische Bestseller-Autor und Booker-Preisträger DBC (für „dirty but clean“) Pierre (49) tritt sogar in der JVA Tegel auf (8.9) und stellt ganz neu „Das Buch Gabriel“ (Eichbornverlag, 19,95 Euro) im Haus der Berliner Festspiele vor (9.9.): Der Roman spielt u.a. in den Katakomben des alten Flughafens „Tempelhof“.
Lachsauge fragte…

…ob er wie im Buch eine dekadente, exzessive Zeit in seinem Leben gegeben hat.
„Drogen, Alkohol, Schulden – ich war viel zu dekadent! Ich kann noch froh sein, glimpflich davon gekommen zu sein…"

…nach dem Flughafen „Tempelhof“.

"2008 bin ich mit einer der letzten Maschinen von dort gestartet. Ich habe eine besondere Liebesbeziehung zu diesem Ort: Er ist atemberaubend, als ob die Zeit stehen bleibt."

…nach Berlin: "Ich mag, dass die Stadt die meisten extremen Ideologien der Moderne einfach überlebt hat."

…nach Humor:
"Das ist das einzige Mittel, das hilft, mit wirklich tragischen Themen umzugehen."

… welche ilb-Lesungen er sich selbst ansieht:
"Es sind zu viele für elf Tage – das ist das einzige Problem an dem „ilb“.

Tickets ab 5 Euro, Tagekarte für 16 Euro/erm. 13 Euro unter 030-254 89 100.