Einzel-Soundcheck: Chuck Ragan - Covering Ground

Der heisere Wolf ist zurück! Immer noch mit der 6-String auf dem Beifahrersitz und Jon Gaunt und Joe Ginsberg auf der Ladefläche. Keine Schnörkel, keine Überraschung. Eigentlich genauso zurück, wie er vor zwei Alben mit „Feast or Famine“ gestartet hat. Vielleicht ein wenig ruhiger, ein weniger weiser, eventuell ein wenig resignierter, oder auch ein wenig zufriedener.

Das drückt sich nicht nur in deeperen Lyrics, sondern auch im Songwriting aus, das die Faust auf der Akustikgitarre wegnimmt und die Melodiebögen über das ganze Country-Bluegrass-Gospel-Rock-Arrangement lädt. Dass ein blindes musikalisches Verständnis mit seinen Kumpanen auf jeden verdammten Kilometer gewachsen ist kommt noch on Top! Spielfreude geht eben so und nicht anders. Und sobald seine Stimme dann sichtlich bewegt über das Leben on the Road und den damit verbunden Schmerz seine Liebste zu Hause zurücklassen zu müssen singt, dann hebt man nickend das Glas auf den Wanderbarden. Genau diese tieferen Momente wie im ergreifenden „Right as Rain“, oder der treibenden Refrain von „Meet you in the Middle“ mit Brian Fallon im Background sind es, die auch die Fans der ersten Stunde wieder mitreißen werden und die Abwesenheit von offensichtlichen „Mitgröhlsongs“ (außer „Nomad by Fate“) verschmerzen lassen. „Covering Ground“ ist eine Symbiose, bzw. einfach die logische Konsequenz seines Schaffens und heißt nicht umsonst übersetzt ungefähr: „Die Fläche abdecken“, denn das hat er mit Auszeichnung geschafft. (9)

VÖ: 13.09.2011 via Sideonedummy Records