Eels - Hombre Lobo
„12 Songs of Desire“ verspricht der Untertitel der neuen Eels-Platte „Hombre Lobo“. Eine große Ansage für das siebte offizielle Eels-Album. Allerdings: zurecht! Denn Mark Oliver Everett, Synonym ‘E‘, bringt mit seiner stetig wechselnden Musikertruppe von Eels wirklich 12 Songs auf den Tonträger, die voller „desire“ sprühen.
Eröffnet wird die Platte mit dem Song „Prizefighter“, der in typischer Eels-Manier den passenden Start für eine abwechslungsreiche Reise durch das knapp 40-minütige Album liefert: Eindringliche Drums, leichte Gitarrenbegleitung und natürlich die rohe Stimme von ‚E‘, die im ersten Track sowohl gewohnt ruhig und eindringlich als auch schroff-schreiend aus den Boxen schallt.
Die folgenden Tracks bieten in schöner Regelmäßigkeit ruhigen und durchaus ruppigen, brachialen Sound. Spätestens der Song „In My Dreams“ lädt allerdings zum Träumen und Nachdenken ein. Everetts Stimme bringt die Emotionen perfekt in die Ohren und Herzen der Zuhörer. Lyrics voller Sehnsüchte, über die sich vermutlich jeder bereits Gedanken gemacht hat.Die perfekte Vertonung der versprochenen „Songs fo Desire“. Sicherlich eines der schönsten Lieder der Platte.
Den vielen stillen Songs stehen allerdings auch Ohrwurm-Songs, die zum Mitsingen und Tanzen animieren, gegenüber. „Beginner’s Luck“ beispielsweise, das mit fröhlichen Background-Chören, flotterer Gitarre und Drums sowie einem einprägsamen Refrain daherkommt. So wird das gesamte Song-Paket wunderbar abgerundet und strotzt vor Vielseitigkeit.
Der schnelle achte Track „What’s a Fella Gotta Do“ öffnet mit den Zeilen: „I’m so bored, I wanna get in trouble“. Etwas, das man beim Hören dieses Album allerdings nicht verspüren sollte. Denn alle „12 Songs of Desire“ sind voller Eindringlichkeit, Tiefe und der unverwechselbaren Stimme eines des wohl kreativsten Musikers geprägt: Mark Oliver ‚E‘ Everett.
