Netzrauschen im Juni (1)

Danger Mouse aka Brian Burton (besser bekannt als "der dünne Typ von Gnarls Barkley") ist ein Nonkonformist. Aber einer, der nicht nur in leeren Hülsen operiert, sondern mit Grund und Vorsatz. Nachdem sein großartiges Mash-Up-Album "The Grey Album", das ein Remix aus Teilen des "White Album" der Beatles und des "Black Album" von Jay-Z ist, von der EMI am verkauf gehindert wurde, Danger Mouse aber trotzdem aufrief, die illegalen Downloads, die freilich bereits im Netz kursierten wahrzunehmen, folgt nun der nächste, größere Streich. Ein Rechtsstreit mit der EMI sollte das Erscheinen seines neuen Albums "The Dark Night Of The Soul" verzögern. Nicht mit Danger Mouse. Er veröffentlichte es trotzdem, aber als leeren Rohling - mit der Bitte an die Fans, diesen so zu nutzen, wie sie es für richtig hielten. Die können so unter anderem die Songs aus dem Netz saugen (natürlich kursieren sie auf diversen Websites) und sich so das Stück Musik besorgen,das Danger Mouse wahnsinnig wichtig ist. Er hat aber nicht nur seine Fans auf seiner Seite, sondern als Künstler mit einer wahnsinnigen Reputation ist es ihm gelungen Größen wie Ex-Pixie Frank Black, Ex-Cardigan Nina Persson, Strokes-Sänger Julian Casablancas und Iggy Pop von einer Mitarbeit am Album zu überzeugen. Die Bilder für das Booklet inszenierte und fotografierte niemand Geringeres als David Lynch. Alleine deswegen würde sich ein Kauf lohnen. Den kann man  hier für 10 US $ vollziehen.

Die Platte selbst hat es freilich auch an sich. Einen kompletten Livestream in Gesamtlänge gibt es  hier. Es lohnt sich.

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Hallooo, die vermutlich sexieste Stimme zeitgenössischer Rockmusik tut sich mit Jack White zusammen. Und so klingt das ganze Wie eine nette Mischung aus den Raconteurs und den Kills. Miss Mosshart, Rock'n' Roll, please!

Dreht die Boxen runter... WATCH

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Bitte, bitte mögen. Cats On Fire aus Finnland sind die meiner Meinung nach unterschätzteste Band dieser Tage. Dabei ist Our Temperance Movement so ein großartiges Album, Letters From A Voyage To Sweden so ein großartiger Song.

Kaum ist das neue Phoenix-Album "Wolfang Amadeus Phoenix" raus, werden die ersten Remixe geliefert. Hört selbst:

Burial, der unbekannte Mützenmann, der in den letzten Jahren die wegweisendsten Platten des Dubstep kreierte, meldet sich nun aus der Versenkung. Lange darauf gewartet, ein Schmuckstück, gemeinsam mit Four Tet.

Burial & Four Tet - Moth

So, das wars dann wieder. Bis zum nächsten Netzrauschen.