Alex Amsterdam (oder kürzer a²) sind zwei Jungs aus Düsseldorf, die zusammen Musik machen. Und was die markante Stimme von Alex Rosin und die Keyboardkunst von Simon Horn dann zusammen entstehen lassen, könnte man Indie-Pop nennen. Außerdem hört man ein Schlagzeug, da sind Streichinstrumente und ein Bass. So ertönt mit den vier Songs auf ihrer EP ein wunderbares Klangarrangement. Im Gegensatz zu dem Album „Stillness of a Moment“, das nur mit Gitarre und Klavier einfacher daherkam, wirkt es rauschender, hört sich voller an und auch ein bisschen mehr nach Rock.
Wenn man sich den Verlauf ihrer Tour anschaut, so sieht das eigentlich nach Strebern aus. Mit insgesamt etwa 250 Konzerten, die sie bisher gespielt haben kommen sie auf einhundert im Jahr oder ungefähr zwei jede Woche. Trotzdem ist es nicht denkbar, sie deswegen weniger charmant zu finden. Dazu sind ihre Auftritte auch zu fabelhaft. Herrlich salopp geben sie sich auf der Bühne und können so all jene, die im Zuschauerraum stehen, hinreißen. Zudem schafft man es ja fast, die Leidenschaft und ihre Aufopferung auf der Platte zu hören und kann das eigentlich nur erstaunlich finden.
Darauf singen sie von dem besonderen Mädchen „Emma“, von plötzlichen Erkenntnissen („Face the Sun Again“), aber in „Saviour“ auch davon, wie bedeutsam Menschen sind, die Halt und Sicherheit geben; in „Liar, Liar“ schließlich von der Unwahrheit, von der wohl jeder ein Stück mit sich herumträgt.
Ihre EP lässt einen manchmal lächeln, hat aber auch stille und sogar tobende Momente. Ziemlich wunderbar also ist „The Die is Cast“, weil sie den Tag ein bisschen schöner macht.
Moon Records
VÖ.: 03.04.2009