Alben

Einzel-Soundcheck: Chuck Ragan - Covering Ground

Der heisere Wolf ist zurück! Immer noch mit der 6-String auf dem Beifahrersitz und Jon Gaunt und Joe Ginsberg auf der Ladefläche. Keine Schnörkel, keine Überraschung. Eigentlich genauso zurück, wie er vor zwei Alben mit „Feast or Famine“ gestartet hat. Vielleicht ein wenig ruhiger, ein weniger weiser, eventuell ein wenig resignierter, oder auch ein wenig zufriedener.

Miles Bonny - Lumberjack Soul

Miles Bonny ist einer von den Guten. Trompeter, Beatmacher, Songschreiber, Sänger, Selbermacher – ein Vollbartträger mit Fingerfertigkeiten aus Kansas City, der seit Jahren behände eine Platte nach der anderen raushaut. Oder eine EP. Oder einen Remix. „Lumberjack Soul“ ist nun das erste richtige Album von Miles Bonny, welches dieser Tage über das Kölner Melting Pot Music-Label erschienen ist. Es beweist dabei einmal mehr, das Miles Bonny ein sehr interessanter Künstler, der sich guten Gewissens auch so nennendarf, ist – ein derartiges Gefühl für Musik und das Zusammenspiel einzelner Komponenten haben nicht viele. Vor allem aber gibt „Lumberjack Soul“ auch eine klare Definition der lumberjack’schen Lesart des Soul.

Soundcheck mit Ja, Panik, J. Mascis, The Raveonettes, Gorillaz und TV On The Radio

In diesem Soundcheck, so kurz nach Ostern, widmen wir uns einigen guten und weniger guten Platten, aber vor allem dem Tod des TV On The Radio Bassisten Gerard Smith, der das alles für einen Moment so ein bisschen in den Hintergrund treten lässt.

Jahrescharts 2010

Auch wir haben sie - die obligatorischen Listen, die spannenden Rankings und ultimativen Jahrescharts. Natürlich habt ihr im Laufe des Jahres auf Lachsauge durch die Schönschreiberei von uns immer wieder mitbekommen, was gerade so für Begeisterung sorgte. Aber gerade zum Ende des Jahres vergisst man gerne auch mal, was noch zu Beginn der heiße Scheiß war. Genau aus diesem Grund haben wir uns hingesetzt und Autor für Autor eine hübsche Zehner-Liste angefertigt - erlaubt war alles: von der streng limitierten 12-Inch über den als Geheimtipp gehandelten Arthouse-Flick bis hin zu literarischen Novitäten und musikalischen Modeerscheinungen der vergangenen zwölf Monate. Um die Listenlektüre noch etwas aufzuhübsche, haben wir zu jedem Punkt noch ein paar Sätze und ein Video angefügt.

Byte.fm: Blog & Roll - Alter Fisch im neuen Gewand

Lange Zeit stagnierte es hier. Im Hintergrund jedoch brodelte es. Zum einen haben wir für byte.fm ein Mixtape für die Sendereihe 'Blog&Roll' zusammengestellt, das heute Abend um 23 Uhr 'On Air' sein wird. Den Fragebogen und einen kleinen, aber feinen Artikel über uns gibt es hier.
 

The National - High Violet

Der Sommer bringt gewöhnlich ein gewisses Maß an Leichtigkeit mit sich, das der geneigte Hörer dann gerne auch in seiner Musikauswahl spiegelt. Dass der Sommer aber eigentlich viel besser schwere Kost vertragen kann, zeigen diese Tage The National mit ihrem Album High Violet. Im Vergleich zu seinen Vorgängern ist der fünfte Streich der New Yorker noch düsterer und komplexer geworden, was aber keinen Anlass zur Sorge geben muss. Das Gegenteil ist der Fall. von Daria Hufnagel

Amy Macdonald - A Curious Thing

Als Amy Macdonald 2007 mit „This Is the Life“ überall zu hören war, wich die anfänglich Freude über etwas mehr handgemachte Musik im Popgeschäft schnell, da das Lied einfach totgespielt wurde. Schnell kam der Gedanke auf, man habe es mit einem One-Hit-Wonder zu tun. Ja, ich weiß: Amy hatte auch mit ihren vorherigen Singles einigermaßen Erfolg; aber sind wir mal ehrlich: Sie klingen alle ein bisschen wie „This is the Life“ und stehen in dessen Schatten. Jetzt versucht Amy mit „A Curious Thing“ zu beweisen, dass sie kein One-Hit-Wonder ist.

Johnny Cash - American VI: Ain't No Grave

Rick Rubin hatte bereits angedeutet, dass er noch Material für ein weiteres "American Recording" habe. Nachdem die letzte Platte dann aber nicht so gelungen war, hoffte man ein bisschen, das ausstehende Material bliebe verschlossen, damit das Gesamtbild der brillianten Albumreihe nicht geschmälert werde. Nun wurde es aber doch unter dem Titel "Ain't No Grave" veröffentlicht und man sieht dem Ergebnis mit gemischten Gefühlen entgegen.

Pantha Du Prince - Black Noise

Bei all dem Lob, das der elektronische Musiker Hendrik Weber alias Pantha Du Prince in letzter Zeit von Fach- und nicht-Fachpresse eingestrichen hat, ist es nun fast schon unangenehm auch noch auf diesen Zug der Lobeshymnen aufzuspringen. Aber es soll sie ja geben – die sogenannten Konsensalben. Siehe zuletzt im Bereich elektronischer Musik: Paul Kalkbrenner. Bei Pantha du Prince und seinem Album „Black Noise“, welches am 05.02. auf dem Indielabel Rough Trade erschienen ist, da gibt es wenig zu mäkeln, aber umso mehr zu erzählen.

Donato - Angst

Rap.de-Chef Markus Staiger fragte vor einiger Zeit als Reaktion auf eine Kopfhörer Recordings-Pressemeldung zum Albumrelease von Donato nicht ohne eine Spur von Geringschätzung, wer denn jene LP des Dortmunder Sprechgesangskünstlers überhaupt schon lange erwarten würde. Wie es eben in einer Pressemitteilung manchmal so heißt – das „lang erwartete Album von Soundso“. Er selbst jedenfalls kenne niemanden. Klickte man sich im November durch die Artikulationskanäle des Social Web, wurde aber schnell deutlich: So ein paar Leute schien es da schon zu geben, die dem Erscheinen von Angst mit leuchtenden Augen entgegensahen. So auch ich. Um das zu verstehen, muss man wie so oft zurück zum Anfang gehen.