Musik

Jahrescharts 2011

"Listen, Listen, Listen" titelt die Spex unter dem Foto unser aller Lieblingslolita Lana del Rey. Wenn die Printmagazine in diesen Tagen ihre Januar-Ausgaben in die Läden liefern, dann stehen wir dem in nichts nach und präsentieren euch natürlich ebenfalls unsere Highlights des Jahres - und, wie ihr sicher schon gesehen habt, auch eine kleine optische Veränderung

Einzel-Soundcheck: Chuck Ragan - Covering Ground

Der heisere Wolf ist zurück! Immer noch mit der 6-String auf dem Beifahrersitz und Jon Gaunt und Joe Ginsberg auf der Ladefläche. Keine Schnörkel, keine Überraschung. Eigentlich genauso zurück, wie er vor zwei Alben mit „Feast or Famine“ gestartet hat. Vielleicht ein wenig ruhiger, ein weniger weiser, eventuell ein wenig resignierter, oder auch ein wenig zufriedener.

Chuck Ragan und der Spirit des Folks

 
Man riecht es, man fühlt es. Die Wälder von Oregon, die schneebedeckten Hügel von Colorado, die Wüste in Nevada, den Staub der Highways, die man mit seinem zusammen geflickten Pickup-Truck hinter sich lässt. Die Kleinstädte in denen man dich grüßt und der Blick der abends über den See schweift. Der Ruf nach der Freiheit des Anständigen! Eine Freiheit, die dir nicht in den Schoß fällt, sondern für die du verdammt nochmal hart gearbeitet hast und es auch immer noch tust. Und nicht nur deine Freiheit, sondern auch die Freiheit deiner Nächsten.
 

Miles Bonny - Lumberjack Soul

Miles Bonny ist einer von den Guten. Trompeter, Beatmacher, Songschreiber, Sänger, Selbermacher – ein Vollbartträger mit Fingerfertigkeiten aus Kansas City, der seit Jahren behände eine Platte nach der anderen raushaut. Oder eine EP. Oder einen Remix. „Lumberjack Soul“ ist nun das erste richtige Album von Miles Bonny, welches dieser Tage über das Kölner Melting Pot Music-Label erschienen ist. Es beweist dabei einmal mehr, das Miles Bonny ein sehr interessanter Künstler, der sich guten Gewissens auch so nennendarf, ist – ein derartiges Gefühl für Musik und das Zusammenspiel einzelner Komponenten haben nicht viele. Vor allem aber gibt „Lumberjack Soul“ auch eine klare Definition der lumberjack’schen Lesart des Soul.

Mein Problem mit Taio Cruz

Ich habe sehr viel Musik auf dem Laptop. So viel, dass ich die Lieder nicht mehr zählen kann. Gut, das liegt auch an der undurchsichtigen Ordnerstruktur, das muss ich zugeben. Aber weil die schiere Masse schon längst jeden sinnvollen Selektionsmechanismus unmöglich gemacht hat, landet meist einfach alles in einer großen Playlist, die fröhlich durchgeshuffelt wird. Das ist dann so ein bisschen wie Radio, nur mit besserer Musik. Manchmal muss man bis zur passenden Stimmung durchskippen. Aber meist ist man schnell fündig und zufrieden.

Soundcheck mit Ja, Panik, J. Mascis, The Raveonettes, Gorillaz und TV On The Radio

In diesem Soundcheck, so kurz nach Ostern, widmen wir uns einigen guten und weniger guten Platten, aber vor allem dem Tod des TV On The Radio Bassisten Gerard Smith, der das alles für einen Moment so ein bisschen in den Hintergrund treten lässt.

Soundcheck mit The Kills, Hype Williams, Noah And The Whale, Wye Oak und Bina

Im heutigen Soundcheck haben wir mit den Kills und Noah And The Whale zwei altbekannte, mit Wye Oak und Hype Williams zwei derbe angesagte Künstler, und mit Bina eine bisher gänzlich unbekannte Künstlerin vorgenommen. Letztere glänzt durch eine eigenwillige Interpretation des Electropops, die von Prinz Pis Haus- und Hof-DJ Biztram produziert wurde.

Soundcheck mit Bibio, Bodi Bill, The Strokes und Ghostpoet

Veröffentlichungstechnisch ist einiges los dieser Tage. So viel, dass wir erstmal gesammelt, ausgewertet und dann entschieden haben, welche Platten es wert sind, für euch zu besprechen. Da wäre zu nächst Bibio zu nennen, der von Andreas in aller Euphorie einfach mal auf den Thron "Beste Platte des Jahres bisher" gehoben wurde. Auch die neue Bodi Bill weiss auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Strokes zitieren sich einfach mal selber, inklusive Quellennachweis und Ghostpoet ist eine mehr als hörenswerte Empfehlung von Ex-Streetler Mike Skinner. More to come... Stay tuned.

Doppel-Soundcheck (Teil 2) mit Mogwai, Keren Ann, Toro Y Moi und Gill Scott-Heron & Jamie XX

Im zweiten Teil unseres Doppel-Soundchecks bieten wir euch auch wieder die komplette Breitseite an. Da wären z.B. Mogwai mit einem Album, dass ganz genauso groß ist wie sein grandioser Titel oder die traumwandelnde Bardin Keren Ann. Jamie XX verbrennt sich seine Finger leicht, aber spürbar an Gill Scott-Heron und Chaz Bundick beweist, wie groß Popmusik werde kann, die nur von einem Mann und seinem Laptop stammt.

Doppel-Soundcheck (Teil 1) mit Radiohead, Nicolas Jaar, PJ Harvey und Beady Eye

Da haben wir uns mal eine Auszeit genommen, uns gesammelt und die besten Platten der letzten Wochen genauer unter die Lupe genommen. Das bedeutet für euch heute: Teil 1 unsereres Doppel-Soundchecks. Und wir haben Unmögliches Möglich gemacht und zumindest in diesem Soundcheck einen Gallagher mit Radiohead in Harmonie vereint. Derweil lässt Polly Jean Harvey England shaken und Nicolas Jaar macht da weiter, wo James Blake und Co. angefangen haben.