Dossier

Der große Boss vom kleinen Theater

Er kennt das Haus am Hansaplatz eigentlich jetzt schon in- und auswendig: Zehn Jahre hat er hier als Dramaturg und Theaterpädagoge gearbeitet bis er vor acht Jahren als Intendant ans Junge Schauspielhaus in Düsseldorf wechselte. Nun kommt Stefan Fischer-Fels (47) zurück, um selbst die Leitung zu übernehmen. Die 42-jährige Ära des Grips-Gründers Volker Ludwig (74) geht zu Ende, etwas Neues beginnt. Wer ist der neue Chef? Und was wird er in seiner ersten Spielzeit alles aus der Grips-Kiste kramen?

Volkstheater an der Volksbühne?

Ein anstandsloses Boulevard-Stück über Seitensprünge, Missverständnisse und Lügen – normalerweise würde man „Die spanische Fliege“ eher am Kurfürstendamm als am Rosa-Luxemburg-Platz vermuten. Aber genau dort hat Herbert Fritsch nun den Schwank des Theater-Duos Franz Arnold und Ernst Bach auf die Bühne gebracht.

Byte.fm: Blog & Roll - Alter Fisch im neuen Gewand

Lange Zeit stagnierte es hier. Im Hintergrund jedoch brodelte es. Zum einen haben wir für byte.fm ein Mixtape für die Sendereihe 'Blog&Roll' zusammengestellt, das heute Abend um 23 Uhr 'On Air' sein wird. Den Fragebogen und einen kleinen, aber feinen Artikel über uns gibt es hier.
 

The Times They Are A-Changing - oder: warum AC/DC gewinnen muss

Das Ende des genmanipulierten Pop. Warum der Soundtrack zum Blockbuster "Iron Man 2" - nicht mehr und nicht weniger als ein lupenreines Best-Of-Album der alten Rockerbande AC/DC ohne Zusatztracks - die Charts erklimmt und DSDS, Ringtone-Sternchen und Dieter Bohlen abstinken. - Ein Kommentar von Matthias Schädl

20 Jahre Simpsons - Eine ganz persönliche Retrospektive

Ein verspäteter Glückwunsch zum Geburtstag! 20 Jahre Simpsons.
Es gibt vieles zu sagen über die Simpsons und vieles wurde bereits gesagt. Klar, nach 20 Jahren und weit über 450 Episoden, kann niemand ernsthaft einen vollständigen Rückblick anstreben. Daher blickt Andreas zurück auf seine persönliche Beziehung zu 20 (in dem Fall eher 18) Jahren Simpsons und eine der wenigen Konstanten, die diese schnellebige Zeit, gerade im Bereich der Popkultur, zu bieten hat. Eine Ode!

Das Ende der Plattenkritik - ein Kommentar zu den Ideen des Magazins Spex und Diedrich Diederichsen

Obgleich die Tristesse Royale besagt, der Pop basiere auf dem Prinzip der Inklusion und Exklusion – womit diese durchaus richtig liegen –, möchte ich den diskursiven Gegenstand zunächst einmal rekapitulieren, also für alle Leser zugänglich machen.

Alben 2009

2009 ist nicht nur das Jahr, in dem unsere schöne Seite die Homepage-Premiere gibt - vom Blog wurden wir zum eigenständigen Online-Magazin - sondern auch ein Jahr, in dem kulturell so einiges passiert ist. Die Redefinition des Begriffs Pop in der Musik und der erste Schritt zur Einlösung des Versprechens, das das 3D-Kino einst gegeben hat, sind da nur zwei Aspekte einer langen Kette von Ereignissen, die uns in diesem Jahr beschäftigt haben. Wir haben das Jahr Revue passieren lassen und haben unsere Bestenlisten zusammengestellt: 2009 in Listen!

James Camerons AVATAR und die Dimensionalität des Films

Seit 1997 hat James Cameron keinen Film mehr produziert. TITANIC war damals der teuerste Film der Kinogeschichte, und sicherlich auch einer der erfolgreichsten. Camerons jüngstes Projekt ist der 3D-Animationsfilm AVATAR, für welches weder Kosten noch Zeit noch Mühen gescheut wurden. Doch was ist dran am Hype um AVATAR. Wertet die Dreidimensionalität das Medium auf oder ist das Ganze nur Effekthascherei und ein überkommerzieller Versuch die Menschen weg von ihren Laptops, und wieder in die Kinosäle zu locken. – Eine Überlegung zur Dimensionalität des Films und zum Film AVATAR.

David Lynch – Dark Splendor. Eine Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl.

David Lynch dürfte den meisten Menschen hauptsächlich durch seine düster-verworrene Filmkunst ein Begriff sein. Dabei begann er sein kreatives Schaffen als Kunststudent, und erst ein laut seiner Beschreibung magischer Moment – in einer Zeichnung sah er plötzlich Bewegungen – verleitete ihn dazu sich mit dem Medium Film zu beschäftigen. Viele seiner Werke sind von nun bis Mitte März nächsten Jahres im Max Ernst Museum in Brühl zu sehen, ich war auf der Eröffnung eben dieser Ausstellung und habe mich von Raum Bilder Klang, so der Untertitel, überzeugen lassen.

17.-19.07.09 Melt!-Festival 2009

Wenn man in der Nacht von Donnerstag auf Freitag durch die Tristesse der sachsen-anhaltinischen Dörfer, Kleinstädte und Vororte hindurch fährt und irgendwo zwischen den Bäumen und Feldern zwischen Dessau und Wittenberg weit entfernt am Himmel die Scheinwerfer erspäht, die als Vorboten eines 3-Tages-Marathons aus Musik, Menschen und Party wahrnehmbar werden, dann weiß man, dass man gleich in eine Parallelwelt abtaucht.