Gespräche

Asger Carlsen – Hester

Seine Bilder sind irgendwo zwischen schrecklich und schön, zwischen Fotografie und Skulptur. Sie als Fotos von Skulpturen zu bezeichnen, trifft es wahrscheinlich am ehesten. Darauf sind Arme und Beine verdreht, schwulstige Gliedmaßen willkürlich ineinander montiert. Auf seinen Fotos sehen Körper aus wie unförmige Fleischklumpen.

Es geht auch anders. Ein Gespräch mit Melchior Moss über Ecofashion und das eigene Label.

Wem bei dem Wort Ökomode noch immer ausschließlich Bilder von Reformhäusern und bunten Filztaschen durch den Kopf schwirren, sollte sich von diesen Gedanken endlich verabschieden. Denn dass es auch anders geht, zeigen mittlerweile mehr als nur eine Handvoll erfolgreicher Marken. Eine von ihnen ist slowmo. Felicia und Melchior Moss haben das Ecolabel vor gut sechs Jahren in Berlin gegründet. Seither steht der Name für hochwertige, zeitlose Streetwear aus kontrolliert-biologischen und fair gehandelten Materialien. Produziert wird aber nicht nur nach sehr hohen Standarts, sondern auch mit viel Herzblut. Warum Ihnen das wichtig ist und was für Hürden der Markt für Ecolabel bereit hält, erzählt Melchior Moss im Interview.

Erika Lust. Eine Porno-Ikone und Familienmutter

Beruflich dreht sich bei Erika Lust alles um Erotik, Leidenschaft, Sex. Schließlich ist sie die weltweit erfolgreichste Regisseurin für Frauenpornos. Privat lebt die studierte Politikwissenschaftlerin allerdings mit ihrem Freund und Manager Pablo und zwei Töchtern in Barcelona. Am 20. Juli erschien ihr neuer Film "Cabaret Desire" auf DVD und Blu-ray. Ein Interview oder: "Dirty-Talk" mit einer Porno-Ikone, Intellektuellen, Feministin, Familienmutter.

Warum produzieren Sie Pornos für Frauen?

Was ist heutzutage schon ein Skandal?

In Mailand, Avignon und Antwerpen sind die Leute zu hunderten auf die Straße gegangen. In Paris haben Christen und Rechte gemeinsam vor dem Theâtre de la Ville demonstriert, haben Stinkbomben geschmissen, Tränengas benutzt und den Saal besetzt, um die Vorführung zu verhindern. Selbst der Vatikan mischt sich ein und verurteilt das Stück, weil angeblich die Gefühle von Gläubigen verletzt werden.

Kurz bevor er weg ist: Der Hipster und ein Gespräch mit seinem Charon Mark Greif

Als ich letzte Woche aus der Favorit Bar stolperte, die Favorit Bar, das ist hier übrigens eine ziemliche hippe Bar, ohne Internetpräsenz, so diese Geschichte; als ich da also raus stolperte, hoffte ich, dass ich endlich das letzte Gespräch über Hipster geführt hatte. Ich war von dem Begriff satt wie von denjenigen, die hinter der meist pejorativen Bezichtigung steckten: Aber wer war das noch gleich?

Die zwei entscheidenden Fragen an Eva Padberg

Überall im Internet, in jedem Magazin und allen Zeitungen. Es bestand in den letzten Wochen kaum eine Möglichkeit, irgendwo herumzuklicken oder -blättern, ohne auf dieses weibliche Harlekingesicht auf jenem Cover zu treffen: Links, die Haare streng zurück und dunkel geschminkte Augen. Rechts, leicht zerzauste Haare mit natürlichem Look. Eva Padberg (31) ist nicht mehr nur Top-Model, Berliner Djane und Fernsehmoderatorin („Das perfekte Model“ im Frühling 2012), sondern jetzt eben auch noch Autorin.

Nurkan Erpulat wagt sich an "Das Schloss"

Ohne mit der Wimper zu zucken würde ich Nurkan Erpulat als Theaterregisseur und Autor der Stunde bezeichnen: Mit seiner Inszenierung „Verrücktes Blut“ im Ballhaus Naunynstraße  wurde er zum Theatertreffen eingeladen, er erhielt den Publikumspreis in Mülheim und wurde Nachwuchsregisseur des Jahres. Letzte Woche fand mit Kafkas Romanfragment „Das Schloss“ seine nächste Premiere in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin statt. Dieses Mal ist es nicht das, was viele "post-migrantisches" Theater nennen. Jedenfalls nicht unbedingt. Wieso, erklärt Nurkan Erpulat selbst.

Trickski

Die neue Langsamkeit hat viele Facetten: Sei es der ausgebremste und von großer Leere geprägte Sound eines James Blake oder auch der Slowhouse, welcher sich in den letzten Monaten behände auf den TAnzflur geschlichen hat. Runtergeschraubte Vocaltunes, endlose Edits, ganz bewusst low und slow gehalten. Eben jenem Slowhouse haben sich auch Yannick Labbé und Daniel Becker verschrieen. Auf ihrem Debüt „Unreality“, welches gerade über Suol erschienen ist, finden sich ausgebremste, aber keinesfalls lahme Tunes. Warm, groovend, zuckersüß und angenehm angeraut. Da muss man drüber sprechen, besonders, wenn es so gut klingt wie im Falle von Trickski. Seit ewigen Zeiten, genaugenommen zwei Jahren, mal wieder ein Gespräch auf Lachsauge. Mit Trickski.

The Gaslight Anthem. Interview with Benny Horowitz am 06.11.2010 in München. Ein Gespräch über Hunde und Hip Hop.

Der Anruf kommt am Mittag. Gespräch von 16:40 auf 14:45 vorverlegt. Schnell alles eingepackt und ab zur Tonhalle. Am Hintereingang steht der Nightliner. Brian redet mit dem Fahrer und raucht eine Zigarette. Hollie führt mich zu Benny, der mir einen Stuhl in einem kleinen Backstage-Raum anbietet. Wie geht’s dir? Wie war die Fahrt von Berlin? Ah, ihr schaut Euch am freien Tag Venedig an. Die Stimmung ist locker, Benny absolut sympathisch.
Von Matthias Schädl

Byte.fm: Blog & Roll - Alter Fisch im neuen Gewand

Lange Zeit stagnierte es hier. Im Hintergrund jedoch brodelte es. Zum einen haben wir für byte.fm ein Mixtape für die Sendereihe 'Blog&Roll' zusammengestellt, das heute Abend um 23 Uhr 'On Air' sein wird. Den Fragebogen und einen kleinen, aber feinen Artikel über uns gibt es hier.