Trash oder Kunst?

Es ist einfach nicht schön, wenn man sich in engen Passagen durch Menschenmassen drängen muss. Sich den Weg vorbei an Passanten bahnt, die laut vor sich hin murmeln oder ins Handy schreien. Wenn man angerempelt, beengt oder belästigt wird. Weil man sich gegen diese Horden kaum wehren kann, macht man eben einen Rückzieher. Schleppt sich und seine Einkaufstüten heim und lässt die Haustür ins Schloss fallen. Ein Stück weit geht es da wahrscheinlich jedem so wie den Personen aus der neuen Choreografie von Constanza Macras und dem Künstlerkollektiv Dorkypark. Here/After feierte am 3. Dezember im Hebbel am Ufer in Berlin Premiere. Der wichtigste Unterschied zwischen den Tänzern auf der Bühne und den meisten anderen Personen ist jedoch, dass diese normalerweise irgendwann auch wieder raus kommen aus ihrer Wohnung.

Jahrescharts 2011

"Listen, Listen, Listen" titelt die Spex unter dem Foto unser aller Lieblingslolita Lana del Rey. Wenn die Printmagazine in diesen Tagen ihre Januar-Ausgaben in die Läden liefern, dann stehen wir dem in nichts nach und präsentieren euch natürlich ebenfalls unsere Highlights des Jahres - und, wie ihr sicher schon gesehen habt, auch eine kleine optische Veränderung

Tim und Struppi, der Film in 3D. Ein Gespräch.

Die zwei Journalisten-spielenden Journalisten Jan Wehn und Max Link nehmen in einem Café in Friedrichshain Platz. Während der Blick durch die Fensterfront nach draußen offenbleibt, wo junge Menschen mit hochumgeschlagenen Hosenbeinen, Vollbärten und Seemannsmützen vorbei flanieren, spricht man drinnen bei Kaffee und Gebäck über den Film, der am Abend zuvor angesehen wurde.
 
Max: Wir wollen über den Film „Tim und Struppi. Das Geheimnis der Einhorn“ sprechen.

Die zwei entscheidenden Fragen an Eva Padberg

Überall im Internet, in jedem Magazin und allen Zeitungen. Es bestand in den letzten Wochen kaum eine Möglichkeit, irgendwo herumzuklicken oder -blättern, ohne auf dieses weibliche Harlekingesicht auf jenem Cover zu treffen: Links, die Haare streng zurück und dunkel geschminkte Augen. Rechts, leicht zerzauste Haare mit natürlichem Look. Eva Padberg (31) ist nicht mehr nur Top-Model, Berliner Djane und Fernsehmoderatorin („Das perfekte Model“ im Frühling 2012), sondern jetzt eben auch noch Autorin.

Nurkan Erpulat wagt sich an "Das Schloss"

Ohne mit der Wimper zu zucken würde ich Nurkan Erpulat als Theaterregisseur und Autor der Stunde bezeichnen: Mit seiner Inszenierung „Verrücktes Blut“ im Ballhaus Naunynstraße  wurde er zum Theatertreffen eingeladen, er erhielt den Publikumspreis in Mülheim und wurde Nachwuchsregisseur des Jahres. Letzte Woche fand mit Kafkas Romanfragment „Das Schloss“ seine nächste Premiere in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin statt. Dieses Mal ist es nicht das, was viele "post-migrantisches" Theater nennen. Jedenfalls nicht unbedingt. Wieso, erklärt Nurkan Erpulat selbst.

Alles aussprechen, nichts sagen - Ein Besuch von Udo Walz

"Wo bin ich hier, in einer Journalistenschule?" Nein. Udo Walz ist nicht in einer Journalistenschule, aber er tut so, als wisse er das nicht genau. Es spielt auch keine Rolle. Der Star-Friseur, der nicht so genannt werden will, redet mit jedem über alles. Eine Stunde nimmt er sich heute für die Fragen der eifrigen Reporter. Ein Porträt.

Das sagt DBC Pierre

"Dirty But Clean" heißt das Buchstabenkürzel in seinem Namen. Klingt vielversprechend, nach Skandalautor. Und das ist er auch. DBC Pierre kommt nach Berlin, wenn die Berliner Festspiele das Buch feiern. Beim "internationalen literaturfestival berlin" („ilb“, 7.-17.9.) präsentieren 140 Autoren in der Hauptstadt mit Lesungen, Vorträgen, Diskussionen ihre neuen Bücher.

Einzel-Soundcheck: Chuck Ragan - Covering Ground

Der heisere Wolf ist zurück! Immer noch mit der 6-String auf dem Beifahrersitz und Jon Gaunt und Joe Ginsberg auf der Ladefläche. Keine Schnörkel, keine Überraschung. Eigentlich genauso zurück, wie er vor zwei Alben mit „Feast or Famine“ gestartet hat. Vielleicht ein wenig ruhiger, ein weniger weiser, eventuell ein wenig resignierter, oder auch ein wenig zufriedener.

Der große Boss vom kleinen Theater

Er kennt das Haus am Hansaplatz eigentlich jetzt schon in- und auswendig: Zehn Jahre hat er hier als Dramaturg und Theaterpädagoge gearbeitet bis er vor acht Jahren als Intendant ans Junge Schauspielhaus in Düsseldorf wechselte. Nun kommt Stefan Fischer-Fels (47) zurück, um selbst die Leitung zu übernehmen. Die 42-jährige Ära des Grips-Gründers Volker Ludwig (74) geht zu Ende, etwas Neues beginnt. Wer ist der neue Chef? Und was wird er in seiner ersten Spielzeit alles aus der Grips-Kiste kramen?

Der Videofilm als neue Spielwiese der Modeindustrie

Kunst und Mode sieht man immer wieder die Wege kreuzen. Seit etwa 2010 schreibt sich ein ganz aktuelles Kapitel dieser Liebäugelei miteinander. Die Filmkunst als neue, emotionsgeladenen Waffe der Modeindustrie.